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Ab zum Bahnhof 🚉
Heute mussten wir früh los. Unser Zug sollte um 10:04 Uhr kommen und deshalb machten wir uns direkt nach dem Frühstück mit unserem Gepäck auf den Weg zum Bahnhof. Harry war natürlich wieder völlig unnötig im Stress, weil er Angst hatte, dass wir unseren Zug verpassen. Dabei waren es gerade einmal zehn Minuten Fußweg bis zum Bahnhof und wir sind ungefähr 45 Minuten früher los. 😄 Aber gut, lieber einmal zu früh am Bahnhof als einmal zu spät.
Mit dem Zug nach Mirissa 🚂🌴
Die Zugfahrt war für mich diesmal allerdings gar nicht so entspannt. Ich hatte gerade meinen Eisprung und dadurch ziemlich starke Unterleibsschmerzen. Die ersten Teile der Fahrt waren deshalb eher ein Kampf als gemütliches Zugfahren. Nach einigen Atemübungen und einer Tablette wurde es irgendwann besser und ich konnte die Fahrt doch noch genießen.
Und die Strecke war wirklich schön. Der Zug fuhr fast die ganze Zeit durch grüne Landschaften, vorbei an Flüssen und durch kleine Ortschaften. Dabei fuhr er in einem angenehm gemütlichen Tempo, sodass man die Umgebung richtig beobachten konnte. Kurz vor Mirissa musste ich dann natürlich wieder den Blick aus der Türe genießen: Ich hing mich ein kleines Stück aus der offenen Zugtür. 😄🚂 Die Aussicht war einfach grandios.
Der Bahnhof von Mirissa war dann allerdings eine kleine Überraschung. Er ist winzig. Wir hatten irgendwie erwartet, dass Mirissa als doch ziemlich bekannter Ort einen größeren Bahnhof hat. Er bestand aus einem mini Bahnsteig und hatte eine Hütte als Bahnhofsgebäude. Direkt am Bahnhof war dann die Straße, die eher ein Weg war.





Erst einmal an den Strand 🌊
Gegen 12 Uhr waren wir dann bereits in unserem Hotel Glamour Mirissa. Unser Zimmer gefiel uns auf Anhieb richtig gut. Viel Zeit zum Ausruhen gab es aber trotzdem nicht, denn unsere Priorität war klar: Sachen auspacken und direkt zum Strand. 😄 Der lag nämlich praktischerweise genau auf der anderen Straßenseite.
Auch hier zeigte sich wieder das typische Bild der Küste: hohe Wellen und ordentlich Bewegung im Meer.
Direkt bei uns am Hotel ist auch einer der Aussichtspunkte in Mirissa: Parrot Key. Der kleine Übergang zur Parrot Key war zwar noch frei, allerdings war gerade Flut. Wir wollten nicht riskieren, dass wir beim Rückweg plötzlich durch viel zu hohes Wasser waten müssen. Also ließen wir die kleine Felseninsel erst einmal links liegen und liefen stattdessen am Strand entlang.
Und das war auch so richtig schön. Der Strand war sauber, weitläufig und wunderschön. Nur ins Wasser wollten wir bei diesen Wellen lieber nicht zu weit. Mehr als bis ungefähr zur Hüfte sollte man hier aufgrund der Strömung definitiv nicht hineingehen. Das Meer sah zwar traumhaft aus, aber man merkte schnell, dass man die Wellen nicht unterschätzen darf. 🌊
Danach erkundeten wir noch ein bisschen Mirissa. Und hier merkt man sofort: Mirissa ist sehr touristisch. Überall gibt es Tourishops, Restaurants und Angebote für Urlauber. Natürlich mussten wir uns die Geschäfte trotzdem einmal anschauen. Und eine Sache durfte natürlich auch nicht fehlen: unsere erste Kokosnuss in Mirissa. 🥥
Dieses Mal ließen wir sie uns sogar zum ersten Mal aufschneiden.
Und was soll ich sagen?
Ohhh, war die lecker! 😍 Das Fruchtfleisch direkt aus der Kokosnuss war wirklich richtig gut.

Mittagshitze und ein bisschen Blogarbeit 💻
Anschließend ging es zurück ins Hotel, denn die Mittagshitze wollten wir uns nicht unbedingt antun. Wir duschten erst einmal und ich setzte mich anschließend an den Blog.
Und dabei merke ich immer wieder: Wenn man sich mit dem ganzen Thema noch nicht richtig auskennt, ist eine Website echt kompliziert. 😂 Sicher denken viele, man schreibt einfach ein bisschen Texte und lädt Fotos hoch – und plötzlich sitzt man vor irgendwelchen Einstellungen und fragt sich, warum etwas nicht so aussieht, wie man es eigentlich haben wollte.
Irgendwann hatten wir dann aber genug von Bildschirm und Technik und holten uns bei Maggie’s Rotti Shop, direkt neben unserem Hotel, schnell ein paar Roti. Die waren perfekt für den kleinen Hunger, bevor es weiter zum nächsten Programmpunkt ging.
Coconut Tree Hill – Aussicht top, Rest flop 🌴🌅
Unser Ziel für den Abend war der Coconut Tree Hill, der wohl zu den bekanntesten Spots für Sonnenuntergänge in Mirissa gehört. Dass dort einiges los sein würde, war uns vorher schon klar. Das war deshalb auch gar nicht das Problem.
Die Realität hat uns trotzdem enttäuscht.
Schon beim Ankommen fiel uns auf, dass viele der Palmen dort abgestorben waren und überall Müll herumlag. Dazu lief unglaublich laute Musik. Irgendwie passte das für uns überhaupt nicht zu dem romantischen Bild, das man von diesem berühmten Sonnenuntergangs-Spot im Kopf hat.
Die Aussicht war allerdings wirklich grandios. Von oben hatten wir einen tollen Blick auf den Turtle Beach, das Meer und die Fischerboote, die langsam hinaus aufs Wasser fuhren. Für einen Moment sah es tatsächlich aus wie eine kleine Postkarte. 🌴🚤
Nur der Sonnenuntergang selbst war dann ziemlich unspektakulär.
Unser Fazit war deshalb ziemlich eindeutig: Aussicht top, Rest flop. 😂
Wir blieben nicht lange und machten uns schnell wieder auf den Weg.


Abendessen mit Überraschung 🍚😅
Zum Abendessen gingen wir ins Restaurant Simple. Harry bestellte sich ein Shawarma, das leider ziemlich geschmacklos war. Mein Reis war dagegen zunächst ganz lecker – bis wir darin plötzlich ein Tier entdeckten.
Danach war für mich allerdings auch Schluss mit Essen. 😂
Wir wollten gar nicht erst herausfinden, was genau da in meinem Essen gelandet war, und gingen lieber nach Hause. Immerhin mussten wir nur das Shawarma bezahlen. Dem Personal war es wirklich sehr unangenehm.
Zurück im Hotel machten wir es uns dann mit unserem mittlerweile liebgewonnenen Moskitonetz gemütlich. In unserer letzten Unterkunft hatte ich die Vorzüge davon kennengelernt und mich inzwischen richtig daran gewöhnt. Also ab ins Netz, einkuscheln und schlafen.
Dachte ich zumindest.

Die Kakerlake des Grauens 🪳
Denn mitten in der Nacht musste ich natürlich noch einmal auf die Toilette. Ich stand auf, machte ein paar Schritte – und sah sie.
Eine Kakerlake.
Natürlich musste ich erst einmal Harry wecken. 😳 Für ihn war es wohl aber eher so, als wäre ich einfach nur so lange vor ihm gestanden bis er wach wurde. Laut ihm wie im Horrorfilm. Für mich war es eher so, dass ich mich wirklich sehr zusammengerissen habe und leise seinen Namen gesagt habe, damit er sanft wach wird.
Harry war auf jeden Fall mindestens genauso begeistert von der Situation wie ich, allerdings mehr, weil er aufstehen musste. Die große Frage war: Wie bekommen wir dieses Vieh jetzt aus dem Zimmer?
Ich gab Harry eine Tasse und damit begann die Jagd.
Die Kakerlake rannte von einer Ecke in die nächste, Harry hinterher. Ich stand natürlich daneben und gab moralische Unterstützung. 😂 Irgendwann hatte Harry sie tatsächlich erwischt und schaffte es, die Tasse über das Tier zu stülpen.
Harry hatte gewonnen.
Ich konnte danach allerdings trotzdem nicht mehr richtig schlafen.
Und irgendwie musste ich auch über die Ironie lachen: In unserer Unterkunft mitten im Dschungel oder im Bad ohne Fenster hatten wir keine einzige Kakerlake. Jetzt sind wir in einer richtigen Stadt und direkt kommt eine. 😂
So endete unsere erste Nacht in Mirissa also nicht ganz so entspannt wie geplant.
Aber immerhin hatten wir einen schönen Zugweg, einen tollen Strand, eine leckere Kokosnuss und eine wirklich beeindruckende Aussicht auf die Küste. Und eine Kakerlake gehört vermutlich einfach irgendwann zur Weltreise dazu. 🪳🌴
