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Das Cafe 97 ☕️
Nach den ersten eher chaotischen Tagen in Sri Lanka starteten wir heute etwas gehobener in den Tag. Unser Ziel: das Café 97. ☕️
Das Café machte direkt einen richtig guten Eindruck. Alles wirkte gepflegt und angenehm und vor allem das Personal war unglaublich freundlich und bemüht. Genau das ist uns in Sri Lanka mittlerweile schon öfter aufgefallen: Die Menschen geben sich wirklich Mühe, damit man sich wohlfühlt.
Zum Frühstück probierten wir heute etwas Neues: Faluda. Das ist es ein süßes, kaltes Getränk bzw. Dessert, das unter anderem aus Milch, Sirup, Basilikumsamen und meist auch Gelee oder Vermicelli-Nudeln besteht. In Sri Lanka ist Faluda ziemlich beliebt – und wir wollten natürlich unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. 😋
Für Harry gab es einen Eiskaffee und für uns beide außerdem gebackene frische Ananas im Kokosmantel mit selbstgemachtem Mangoeis.
Und was soll ich sagen? – Das war genial. 🤤
Die warme, gebackene Ananas zusammen mit dem Kokosmantel und dem kalten Mangoeis war eine richtig gute Kombination. Definitiv eines der leckersten Dinge, die wir bisher in Sri Lanka gegessen hatten.
Gut gestärkt machten wir uns anschließend mit dem TukTuk auf den Weg zu unserem ersten Tempel des Tages.


Unser erster buddhistischer Tempel 🛕
Unser Ziel war der Seema Malaka Tempel – und damit tatsächlich unser allererster buddhistischer Tempel überhaupt. Wir waren gespannt, was uns erwarten würde.
Der Tempel liegt mitten auf dem Beira Lake und wirkt dadurch schon von außen ziemlich besonders. Insgesamt fanden wir ihn schön und interessant, allerdings hatten wir uns nach den Bildern und Erzählungen irgendwie noch etwas Spektakuläreres vorgestellt.
Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass wir am Tag dort waren. Denn überall waren Lichter angebracht und wir konnten uns gut vorstellen, dass der Tempel abends, wenn alles beleuchtet ist, noch einmal komplett anders wirkt. ✨
Der Eintritt kostete 1.000 RS.
Zunächst dachten wir, dass das vielleicht etwas viel für einen einzelnen Tempel ist. Kurz danach stellten wir dann aber fest, dass das Ticket für beide großen Tempel in Colombo ist. Damit war es plötzlich ziemlich günstig. 😄
Also machten wir uns direkt auf den Weg zum zweiten Tempel.
Haare schneiden in Colombo 💇♂️
Auf dem Weg zum Tempel entdeckten wir gegenüber ein Einkaufszentrum und das mussten wir direkt erkunden, denn Harry hatte mittlerweile ein kleines Problem: Die Haare mussten ab. 😂
Wir fanden tatsächlich einen Friseur und Harry entschied sich angstvoll, sich hier die Haare schneiden zu lassen. Ich glaube, er so aufgeregt war er bisher noch nie beim Friseur. Schließlich ist es schon etwas anderes, sich mitten auf einer Weltreise in Sri Lanka von jemandem die Haare schneiden zu lassen, dessen Sprache man nicht versteht. Zum Glück sprechen aber alle super Englisch.
Und seine Sorge war völlig unbegründet.
Der Friseur machte seine Arbeit richtig gut und Harry war am Ende sehr zufrieden. Das absolute Highlight war allerdings die Kopfmassage. Laut Harry: die beste Kopfmassage, die er jemals bekommen hat. 😌
Vielleicht sollten wir künftig öfter zum Friseur gehen, wenn wir reisen. 😂




Der Gangaramaya Tempel 🛕
Danach ging es dann endlich zum Gangaramaya Tempel, dem größeren und für uns deutlich beeindruckenderen der beiden Tempel.
Schon beim Betreten wurde schnell klar: Hier gibt es einiges zu sehen.
Der Tempel ist riesig und gleichzeitig irgendwie eine Mischung aus Tempel und Museum. Überall standen Figuren, Bilder und Gegenstände. Anscheinend haben die Mönche über die Jahre eine ziemlich beeindruckende Sammlung angesammelt.
Und da war wirklich alles dabei. Von einem alten Gramophon über Bilder und unzählige Heiligenstatuen bis hin zu einem alten Klavier. 🎹 Man wusste gar nicht so richtig, wohin man zuerst schauen sollte.
Ein besonderes Highlight war für uns außerdem der kleinste Buddha der Welt. 🧘♂️ Ob das tatsächlich der kleinste Buddha der Welt ist, können wir natürlich nicht beurteilen – cool fanden wir ihn trotzdem. Er war in einem Tresor aufgestellt und nur durch eine Lupe sichtbar.
Der Gangaramaya Tempel gehört außerdem zu den ältesten Tempeln Colombos und hat uns insgesamt deutlich mehr beeindruckt als unser erster Tempel.
Gerade die Kombination aus religiösem Ort, Museum und den vielen unterschiedlichen Gegenständen machte den Besuch für uns besonders interessant. Man konnte sich richtig lange umsehen und immer wieder etwas Neues entdecken.
Durch Colombo zum Park 🌳
Nach dem Tempel schlenderten wir einfach durch die Straßen in Richtung Vihara Mahadevi Park.
Der Park hieß früher Queen Victoria Park und erinnert damit noch an die koloniale Vergangenheit Sri Lankas. Heute ist davon vor allem noch der Name in der Geschichte erhalten geblieben.
Der Park selbst ist riesig und größtenteils wirklich schön angelegt. Große Grünflächen, Bäume, Wege und viele gepflegte Bereiche machen ihn zu einem angenehmen Kontrast zum hektischen Colombo.
Allerdings hätten wir ihm wahrscheinlich einen anderen Namen gegeben:
Krähenpark. 😂🐦⬛
Davon gab es nämlich wirklich unglaublich viele. Alles war voll mit ihnen.
Während wir durch den Park liefen, kam plötzlich ein netter Mann auf uns zu. Er ist ein Mitarbeiter, der sich um die Landschaftspflege kümmert, und begann uns verschiedene Pflanzen zu zeigen. Unter anderem zeigte er uns die Zimtbäume. Er ließ uns an den Blättern und an der Rinde riechen und erklärte uns ein bisschen etwas dazu. Wir fanden das richtig interessant.
Und natürlich waren wir zunächst wieder skeptisch.
Was will der jetzt von uns?
Schließlich hatten wir inzwischen gelernt: Es gibt ja nichts umsonst. 😅
Aber natürlich wollte auch dieser Mann gar nichts. Er wollte uns einfach etwas zeigen.
Langsam sollten wir vielleicht wirklich anfangen, unsere deutsche Skepsis gegenüber freundlichen Fremden abzulegen. ❤️
Direkt gegenüber des Parks entdeckten wir außerdem ein beeindruckendes Gebäude, das uns ein bisschen an das Weiße Haus erinnerte. Dabei handelt es sich um das Rathaus von Colombo.
Auch rund um den Park gab es einiges zu sehen. Das National Museum liegt direkt am Park und auch das Nelum Pokuna Theater beeindruckt mit seiner außergewöhnlichen Architektur.
Colombo hatte damit wieder einmal gezeigt, wie unterschiedlich die Stadt sein kann: hektische Straßen, moderne Einkaufszentren, alte Tempel, koloniale Gebäude und riesige Parkanlagen – alles liegt teilweise nur wenige Straßen voneinander entfernt.




Gebratener Reis am Cricketplatz 🍚🏏
Ein paar Straßen weiter bekamen wir dann langsam wieder Hunger.
Wir landeten bei Elegance Food Express, direkt an einem Cricketplatz. Für uns gab es gebratenen Reis. Eigentlich nichts Besonderes und definitiv kein Gericht, über das man normalerweise einen Reisebericht schreibt.
Aber: Es war einfach lecker. 😋
Wir merken mittlerweile, dass gerade diese einfachen Gerichte häufig genau das sind, was uns am besten schmeckt.
Danach ging es wieder zurück zu unserer Unterkunft.
Mittlerweile waren wir von der Hitze und den vielen Eindrücken doch ziemlich geschafft. Also hieß es erst einmal: ausruhen, recherchieren und den weiteren Reiseverlauf planen.
Colombo bei Nacht 🌙
Zum Abendessen wollten wir später aber natürlich noch einmal raus.
Auf dem Weg dorthin kamen wir am Isipathanaramaya Tempel vorbei. Bei Nacht war der Tempel wunderschön beleuchtet. ✨ Die vielen Lichter ließen den gesamten Tempel komplett anders wirken. So hatten wir uns einen buddhistischen Tempel in Sri Lanka irgendwie vorgestellt.
Der Weg durch Colombo bei Nacht war allerdings etwas schwieriger. Die Straßen und Gehwege sind teilweise sehr uneben und man muss wirklich aufpassen, wo man hintritt. Dazu kommen Autos, die teilweise ohne Licht unterwegs sind. Gerade als Fußgänger muss man deshalb ziemlich aufmerksam sein. Aber wir wurden für den etwas abenteuerlichen Weg belohnt.
Unser Ziel war das Restaurant Changos Chinese Park View. Und dort stand für uns heute Abend etwas auf dem Programm, das wir unbedingt probieren wollten: Devilled Chicken. 🌶️🍗
Dabei handelt es sich um ein typisches sri-lankisches Gericht, bei dem gebratenes oder frittiertes Hähnchen mit Zwiebeln, Paprika, Tomaten und einer würzig-scharfen Sauce vermischt wird. Die Kombination aus süß, würzig und scharf macht das Gericht besonders lecker.
Und genau das war es auch. Unser Devilled Chicken war richtig gut. 🤤
Außerdem wurden wir hier von einem älteren chinesischen Mann bedient, der einfach so süß war. Er war so überaus freundlich, dadurch wurde der Besuch im Restaurant noch besser.
Damit ging ein weiterer Tag in Colombo zu Ende.
Wir hatten heute unseren ersten richtigen Einblick in die buddhistische Kultur bekommen, zwei Tempel besucht, einen Zimtbaum angefasst, Harrys Haare schneiden lassen, uns durch einen riesigen Park voller Krähen bewegt und uns durch jede Menge sri-lankisches Essen probiert.
Colombo zeigte uns heute wieder einmal eine ganz andere Seite.
Bunt, geschäftig, kulturell unglaublich vielfältig – und immer wieder voller kleiner Überraschungen. 🇱🇰❤️


















