Pani Pol – Sri-lankanische Kokos-Pfannkuchen

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Wer nach Sri Lanka reist, kommt an diesem Klassiker nicht vorbei. Und wer dann noch Kokos mag, wird ihn lieben. 

Was ist Pani Pol?

Pani Pol ist die sri-lankanische Antwort auf mit Marmelade gefüllte Pfannkuchen. 

Frisch, süß, saftig und lauwarm dürfen sie für uns auf keinem Frühstückstisch in Sri Lanka fehlen. Die kleinen Pfannkuchen werden mit einer Kokos-karamelligen Füllung aufgerollt serviert. 

In Sri Lanka werden sie oft als coconut pancakes angeboten. Tatsächlich unterscheiden sie sich aber stark von der amerikanischen Variante. Während amerikanische Pancakes meist weich und fluffig sind, erinnern Pani Pol eher an dünne europäische Pfannkuchen.

Der Name Pani Pol kommt übrigens aus dem singhalesichen und bedeutet so viel wie Sirup-Kokosnuss. 

Da einige Zutaten nicht oder nur schwer bei uns zu bekommen sind, habe ich das Rezept an den deutschen Markt angepasst.

Der Teig für Pani Pol:

Der Teig wird traditionell aus Reis- und Kokosmehl hergestellt. Mittlerweile wird aber auch in vielen sri-lankanischen Haushalten klassisches Weizenmehl verwendet. Die Kokosmilch ist entscheidend für den Geschmack der sri-lankanischen Pancakes. Milch ist eher unüblich. Sollte in einem Haushalt die frische Kokosmilch ausgehen, wird ein Kokosmilchpulver mit Wasser angerührt, um eine Art „Instantkokosmilch“ zu bekommen. Das Kurkuma wird nicht für den Geschmack, sondern für die Farbe dem Teig zugesetzt. Daher nicht zu viel nehmen. Anstelle von Kurkuma kann auch Safran verwendet werden. Aber auch hier auf die Menge achten. Der Teig darf nicht zu stark nach Safran schmecken. Kurkuma wird häufiger genutzt, weil es günstiger ist.

Die Kokosfüllung für Pani Pol: 

Die Füllung der Pancakes wird eigentlich mit frischen Kokosraspeln hergestellt. In Sri Lanka gibt es an jeder Ecke frische Kokosnüsse und viele Haushalte haben ihre eigene Kokospalme. In Deutschland ist es dagegen wesentlich schwieriger frische Kokosnüsse zu bekommen. Daher müssen die getrockneten Kokosraspeln eingelegt werden, damit sie wieder schön saftig werden. 

In Sri Lanka wird kein brauner Zucker für die Füllung verwendet, sondern Jaggery. Jaggery ist ein harter Block aus „Zucker“, der für die Pfannkuchen gerieben wird. Gewonnen wird er in Sri Lanka aus Kithul, das ist ein Saft aus der Brennpalme bzw. Fischschwanzpalme.

 Kithul ist in Sri Lanka allgegenwärtig und wird zu den unterschiedlichsten Süßspeisen verarbeitet und auch als Sirup gereicht. Um Jaggery zu gewinnen, wir der Sirup so lange eingekocht, bis eine feste Masse entsteht. 

Wir kamen in den Genuss so einen „Brocken“ zu probieren, allerdings in Sri Lanka, er ist wirklich lecker. Leicht karamellig im Geschmack mit einer malzigen Note. Von den Zuckersorten, die in Deutschland in jedem Supermarkt zu kaufen sind, kommt Kokosblütenzucker unserer Meinung nach Geschmacklich am ehesten an Jaggery ran. 

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Angi beim Probieren von Jaggery🌴

Aber wo kann ich Jaggery kaufen?

Jaggery ist bei uns in Deutschland zwar kein gängiges Lebensmittel, aber man kann es mittlerweile trotzdem kaufen. Da Jaggery nicht nur in Indien, sondern in vielen asiatischen Ländern verwendet wird, findet man diese Zutat in den meisten Asia-Shops aber natürlich auch in indischen Supermärkten oder online. 

Jaggery ersetzen – geht das?

Ja, das geht, ist aber natürlich nicht optimal. Immer wenn Zutaten durch andere ersetzt werden, geht etwas vom Geschmack oder der Konsistenz verloren. Unsere Empfehlung für Chikki: 2 Teile Kokosblütenzucker und 1 Teil Muscovadozucker. Beide Zuckersorten sind in jedem Supermarkt erhältlich. 

Warum Kokosblütenzucker und Muscovadozucker?

Während Kokosblütenzucker schön karamellig aber wenig süß ist, bringt der Muscovadozucker die Süße, Feuchtigkeit und Malzigkeit mit ein. In Kombination ergibt sich ein Geschmack, der dem von Jaggery recht nahekommt.

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Pani Pol – Sri-lankanische Kokos-Pfannkuchen

5 von 1 Bewertung
Frisch, süß, saftig und lauwarm dürfen sie auf keinem Frühstückstisch in Sri Lanka fehlen. Die kleinen Pfannkuchen werden mit einer Kokos-karamelligen Füllung aufgerollt serviert. 
Zubereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit 15 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Portionen: 6
Gericht: Frühstück, Snack
Küche: Sri-lankanisch
Kalorien: 1500

Zutaten
  

Kokosfüllung
  • 140 g Kokosraspeln getrocknet
  • 180 g Kokosmilch
  • 140 g Kokosblütenzucker  oder wenn vorhanden 200 g Jaggery
  • 60 g Muscovadozucker
  • ⅛ TL Salz
  • 3 Kardamonkapseln
  • ¼ TL Zimt
  • 60 ML Wasser
Teig
  • 120 g Mehl Weizen
  • 2 Eier
  • 240 ml Kokosmilch Dosenmilch muss verdünnt werden, dann 120 ml Kokosmilch und 120 g Wasser
  • ¼ TL Salz
  • ¼ TL Kurkuma oder 2 Safranfäden
  • etwas Vanilleextrakt optional
  • etwas Kokosöl

Kochutensilien

  • 1 Pfanne 15 – 20 cm ∅
  • 1 Topf
  • 1 Schüssel mittelgroß
  • 1 Handrührgerät
  • 1 Wage
  • 1 Messbecher
  • 1 Pfannenwender
  • 1 Kochlöffel

Methode
 

Die Füllung

  1. Erwärme in einem Topf die Kokosmilch bis sie anfängt zu simmern und füge die Kokosraspeln hinzu. Nimm den Topf vom Herd und weiche die Kokosraspeln in der heißen Kokosmilch so lange ein, bis sie wieder schön saftig sind und die gesamte Kokosmilch aufgesogen haben. Währenddessen immer wieder umrühren.
    180 g Kokosmilch, 140 g Kokosraspeln
  2. Breche in einem Mörser oder mit Hilfe eines Topfs die Kardamomkapseln auf.
    3 Kardamonkapseln
  3. In einem zweiten Topf das Wasser, den Zucker, die Kardamomkapseln, den Zimt und das Salz so lange auf niedriger Stufe unter ständigem Rühren erhitzen, bis ein Sirup entsteht. Vorsicht, dass der Sirup nicht spritzt, denn er ist sehr heiß. 
    ⅛ TL Salz, ¼ TL Zimt, 60 ML Wasser, 140 g Kokosblütenzucker 
  4. Die gequollenen Kokosraspeln unterheben und weiter einkochen lassen. Es sollte eine klebrig-zähe Masse entstehen. Die Kokosraspeln quellen jetzt weiter im Sirup auf und es entsteht der typische Geschmack. 
  5. Wenn die klebrig-zähe Konsistenz erreicht wurde, den Topf zur Seite stellen und abkühlen lassen. Die Füllung ist fertig, wenn sie deutlich eingedickt ist und beim Umrühren kaum noch Flüssigkeit am Topfboden zurückbleibt. Sie sollte klebrig und formbar sein, aber nicht trocken.

Der Teig

  1. Wenn du Safran verwendest, zerstoße ihn mit dem Salz im Mörser und löse ihn in 2 TL warmem Wasser auf. Lasse die Mischung anschließend abkühlen. Bei Verwendung von Kurkuma kannst du diesen Schritt überspringen. 
    ¼ TL Kurkuma
  2. Die Eier mit einem Mixer aufschlagen und die Kokosmilch dazugeben.
    2 Eier, 240 ml Kokosmilch
  3. Nach und nach alle Zutaten, außer das Kokosöl hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren.
    120 g Mehl, ¼ TL Salz, etwas Vanilleextrakt
  4. Den Teig für 20 – 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  5. In einer kleineren Pfanne (ca. 15 – 20 cm ⌀) Kokosfett erhitzen und auf mittlerer Hitze dünne Pfannkuchen (ähnlich wie Creps) ausbacken. Die Pfannkuchen benötigen nur etwa 20 – 30 Sekunden pro Seite, bis sie gold-braun sind. Alle Pfannkuchen auf einem Teller stapeln. Die Pfannkuchen sollten nicht zu dunkel werden, sonst brechen sie beim Rollen leichter.
    etwas Kokosöl

Füllen der Pfannkuchen

  1. Entferne die Kardamomkapseln.
  2. In die Mitte ca. 2 EL der Kokosfüllung geben.
  3. Pfannkuchen in der Mitte zusammenklappen, sodass ein Halbkreis entsteht.
  4. Die Seiten einklappen.
  5. Aufrollen und mit den Enden nach unten auf einen Teller legen, damit sie sich nicht wieder entfalten.

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